Grub - Grub2

debian user german

Thomas
Hallo

Bei grub konnte ich ein Floppy-Image mit
 LINUX memdisk
 INITRD /boot/floppy.img
starten. Weis jemand wie das bei grub2 aussehen muss?
Gibts bei Debian keine man-pages zu grub2?

Merci und Gruss
 Thomas
                                            
Marc
... der aber schon seit Jahren nicht mehr vom Upstream gepflegt wird,
und auch das Maintainerteam in Debian wäre den alten grub lieber heute
als morgen los. Für die Benutzer erzeugt das einigen
Umstellungsaufwand, ja.

Grüße
Marc
                                            
Michael
Der Umstellungsaufwand kommt hauptsächlich wegen der mangelhaften bzw. kaum vorhandenen Dokumentation,
sowie der Fehlerhaftigkeit des Programms und seiner Debianintegration (update-grub2) zustande.

Da ist es kein Wunder, wenn dieser Aufwand nicht nur mir zu groß ist ...
Meine Erfahrungen sind nun 3/4-Jahr alt, aber ich habe keine Lust das nochmal zu versuchen.

Grüße
arce
                                            
Michael
Ich habe keine Probleme mehr, seit ich Grub2 nicht mehr benutze.


Die Dokumentation für etwas exotische Fälle (hier: Betrieb über
serielle Schnittstelle, statt Grafikkarte ) war alles andere als 
vollständig und schlüssig. Bugs (Oder korrektes Verhalten) des
Programms waren so kaum identifizierbar und man hat außer "Versuch und 
Irrtum" kaum andere Möglichkeiten gehabt. Insbesondere wenn man sich
nicht näher mit den Interna beschäftigen wollte, sondern dies 
debianmäßig mit  /etc/default/grub erledigen mochte. Jedenfalls
scheiterte die Ein- und Ausgabe über die serielle Schnittstelle. 
Der letzte Versuch war:

GRUB_TERMINAL=serial
GRUB_SERIAL_COMMAND="serial --unit=0 --speed=38400 --word=8 --parity=no
--stop=1" GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="console=ttyS0,38400n8"

Weiter wollte update-grub2 das Bootlaufwerk/Partition feststellen und
brach ab, wenn dies verständlicherweise scheiterte. Nicht nur, dass mir
der Grund dieses Verhaltens völlig entging: Update-grub2 sollte die
Grub-Konfiguration anhand /etc/default/grub aktualisieren und nicht auf
irgendwelchen Partitionen herumlesen und sich wundern wenn dies
scheitern muss. Es ist auch nicht notwendig, da der installierte Grub
in der Lage ist, seine Konfiguation selbstständig einzulesen. Es war
auch nicht möglich dieses Verhalten abzustellen. Hier tut update-grub
von grub-legacy einfach seinen Job.

Im dem Zusammenhang war es besonders störend, dass die Grub.cfg nicht
mehr direkt editierbar war, ohne dass grub-update2 dazwischen funkt. In
Grub-Legacy war es z.B. immerhin noch möglich den Boot-Default ohne
Mitarbeit von update-grub zu in der menu.cfg ändern, ohne befürchten zu
müssen, dass dies demnächst überschrieben wird. Leider muss man auch
sagen, dass dies in Grub2 ein bisschen Sinn macht, da die
Konfigurationsdateien im Vergleich zu Grub-Legacy reichlich unleserlich
sind. 

Allerdings stellte sich dann die Frage, weshalb ich dann einen
Bootloader einsetzen sollte, der in der Lage ist selbstständig seine 
Konfiguration aus dem Dateisystem zu lesen, wenn ich ohne 
Änderungsprogramm und Partitionslesen die Konfiguration nicht ändern kann.

Ich fühlte mich deutlich an LILO erinnert und diesen Rückschritt wollte
ich nicht hinnehmen.

Grüße
Michael
                                            
Marc
Das stimmt. Und mir haben die Upstream-Maintainer gerade einen Bug mit
wontfix zugemacht, in dem ich um ein Feature gebeten habe, das von
grub-legacy seit Jahren unterstützt wird (altoptions).

Grüße
Marc
                                            
Thomas
Früher oder später wird grub-legacy auch nicht mehr verfügbar sein.
Habs inzwischen hingekriegt. Hatte angenommen, dass memdisk zu grub
gehört. Es kommt aber aus dem Paket syslinux. Nachdem ich das Paket
nachinstalliert und "memdisk" nach /boot kopiert habe, funktionierts.
Die Einträge heissen jetzt:
 linux16 /boot/memdisk
 initrd16 /boot/floppy.img

Gruss
 Thomas